Spiegelungen

aktualisiert am 18.06.2016

Fotografie

Spiegel- und Symmetriebilder

Früher waren Spiegel und Spiegelbilder die Werkzeuge des Teufels. Heute zeugen Spiegelungen von Bewusstsein, der Fähigkeit der Reflexion, des Nachsinnens, von einer kritischen Haltung sich selbst wie auch dem Geschauten gegenüber. Die digitale Fotografie ermöglicht uns heute ein kreatives Spiel mit den Bildern, ihre Gestaltung und Veränderung nach unseren Wünschen und Vorstellungen, unserer schöpferischen Inspiration und Intuition. Allerdings erfahren wir auch die Kehrseite dieser Erfindung: die Manipulation von Bildern, um Nationen, Menschen und Meinungen gezielt zu beeinflussen (Beispiel MassenMedien).  

Vor ein paar Jahren entdeckte ich durch die Technik des Spiegelns nicht nur die Fotografie sondern auch die Natur auf ganz neue Weise wieder. Vor meinen Augen entstehen unter meinen Händen aus den digitalen Bildern von Blumen, Bäumen, Landschaften, Flüssen und Wolken plötzlich symmetrische Harmoniebilder, die in ihrer Grundstruktur Mandalas ähneln und deren Merkmale aufweisen: ein Zentrum, eine symmetrische Struktur und vier Kardinalpunkte. Mandalas werden in allen Kulturen als ein Abbild des Selbst bzw. des Universums gesehen, in dem die Entwicklung aller Formen von innen nach außen verläuft, vom Zentrum (Ich/Mitte/Punkt) zur Peripherie (Du/Umwelt), vom Unsichtbaren zum Sichtbaren. Nach diesem Prinzip entfalten sich alle organischen Strukturen, die Zelle, der Samen, die Blume, der Stern, eine Galaxie und auch der Mensch – seine Persönlichkeit wie sein Bewusstsein.

Durch die vierfache Spiegelung eines gewählten Bildausschnitts entstehen an den vier Schnittstellen und in der Mitte kaleidoskopartig neue Strukturen, Muster und manchmal auch Fantasiegestalten, die von einer magisch-mystischen, zauberhaft beseelten Natur zeugen. Die Vielfalt der Strukturen reicht von sehr einfachen Mustern (Kreuz, Quadrat, Stern) bis hin zu komplexeren und feineren Strukturen von Blüten, Blättern, Wolken, Gräsern, Verästelungen. Energetisch strahlt einmal die Energie von innen nach außen, entfaltet und öffnet sich wie ein Blütenblatt, ein anderes Mal führt sie den Betrachter von außen nach innen, wirkt zentrierend, haltend, festigend. 


Was geschieht mit uns im Spiegeln?

Der Prozess des Spiegelns ist ein schöpferischer Vorgang, der den ganzen Menschen einbezieht in seiner lebendigen Verwobenheit mit allem was ist.  Da wir das Phänomen Sonne als Qualität und geistiges Prinzip –  Quelle von Licht und Leben – auch in uns selbst tragen und sind, stehen wir in jedem AugenBlick in Wechselwirkung mit der gesamten Schöpfung und dem Schöpfer. Als ursprüngliche Lichtwesen sind wir ein direkter Spiegel der Sonne und reflektieren das Licht. Über das Licht und die Informationen aus der Lichtquelle stehen wir in unmittelbarer Kommunikation mit dem ganzen Universum.

Durch die Spiegelung werden die unsichtbaren, da sehr kompakten und dichten Informationen des Sonnenlichts „entpackt“ oder „entrollt“ und als Einzelinformationen für uns sichtbar, was bei sensiblen, offenen Menschen zu Bewusstseinsschüben führen kann.  Die Wahrnehmung verfeinert sich, unsere Sinne werden durchlässig für Informationen aus mentalen und ätherischen Dimensionen, z.B. aus der Deva- oder Engel-Ebene der vierten Dimension. Durch den bewussten, verantwortungsvollen Umgang mit der Spiegelung stimmen wir uns ein auf die Kraft unsichtbarer Naturmächte. Wir sehen plötzlich das, was bei unserer dreidimensionalen WahrNehmung in den „Falten“ des Universums verborgen ist:  neue Strukturen und Formen. Manchmal schauen uns Gesichter aus der Struktur von Baumrinden und Blättern an oder wir erkennen Gestalten von Naturwesen im Wasser, in Steinen und Landschaften. Die beseelten Naturkräfte sind Bestandteil der Biosphäre unseres Planeten, sie wirken leitend, ausgleichend und harmonisierend auf den gesamten planetaren Organismus, mit dem der Mensch über seine Energiezentren (Chakra-System) und den lebendigen Atemstrom (prana) in Wechselwirkung ist.

Mit der Spiegeltechnik, die jeder Mensch leicht für sich ausprobieren und erfahren kann, halten wir ein universelles Kommunikationswerkzeug von unschätzbarem Wert in die Hand. Reflexion verändert unser Bewusstsein. Eine veränderte WahrNehmung bildet sich heraus: die Intuition, eine ganzheitliche direkte Erfahrung von dem, was wahr und wirklich ist, eine umfassende Einsicht in größere Zusammenhänge… eine gefühlte Intelligenz… ein blitzartiges Erkennen und Entscheiden… eine plötzliche Eingebung wie ein Geistesblitz, eine Ahnung, ein instinktives Gespür oder Bauchgefühl. Wir wissen. Wir wissen, bevor wir rational folgen, verstehen, herausfiltern und bewerten. Wir denken mit dem Herzen statt mit dem Kopf. 

   Jeder kann mit einer einfachen Digital-Kamera seine eigenen Erfahrungen mit dem Spiegeln machen, Lichtreflexionen in einem Teich, einem Fluss oder einer Schale mit Wasser einfangen und anschließend mit einem Bildbearbeitungsprogramm einen bestimmten Bildausschnitt spiegeln, zuerst zweifach, dann vierfach über die Mitte. Voraussetzung für ein klar Sehen und wahr Nehmen der Lichtinformationen aus der Sonne ist eine unvoreingenommene Sichtweise, die sich allem vorbehaltlos öffnet. Durch unsere persönliche Teilhabe am Vorgang der Spiegelung, durch den einfachen Vorgang der Abstraktion (Bildausschnitt) und Multiplikation (mehrfaches Spiegeln) verändert sich unsere WahrNehmung und wir werden plötzlich durchlässig für Informationen aus höheren Dimensionen. Die herein fließenden Lichtinformationen mit höher schwingenden Frequenzen aktivieren Freude und Harmonie in uns, die sich in den Symmetriebildern widerspiegeln. Der Selbsterkenntnis, der Reise in das eigene innere Wesen und die verschiedenen Dimensionsreiche sind von Natur aus keine Grenzen gesetzt – bis auf die eigenen.

 

Meine Erfahrung mit der Spiegelung

Schon beim Anschauen des Motivs in der Natur und dann auch im gewählten Bildausschnitt erhalte ich Klarheit und Wissen, erkenne intuitiv das Wesen des Moments… in mir… im Raum, in der Natur. Wesentliches teilt sich mit, WesensTeile kommunizieren miteinander… tauschen Informationen aus. Der Sprache sind hier Grenzen gesetzt, doch der Wahrnehmung nicht. Der Schauende, das Anschauungsobjekt und der Vorgang des Schauens verschmelzen in Einem. Das in der Natur aufgenommene Bild (Fotografie) spiegelt einen Jetzt-Zustand wieder, an dem die GANZE NATUR teilhat, auch die Natur des  Fotografen. Später am PC geschieht Ähnliches: Intuitiv, mit instinktiver Gewissheit wähle ich einen bestimmten Bildausschnitt aus (Abstraktion), spiegle ihn vierfach über die Mitte (Multiplikation) und erhalte ein harmonisches Symmetriebild.

Hier drei Bildbeispiele:

 
 
Herbstblatt I
 
 
Schmetterling & Blüte
 
 
Herbstblatt II

Metamorphose und das Mysterium von Leben und Tod offenbaren sich sowohl in den vollendeten Spiegelbildern als auch während ihres kreativen Schaffensprozesses. Der offene Geist dringt hinter die äußere Erscheinung und nimmt die großen Rhythmen und Wandlungen des universalen Lebens wahr. Der Geist, Gott, das Leben ist immer gegenwärtig, in jeder Form, in jeder Wandlungsstufe und Metamorphose.

Schmetterling und Blüte. Die vollendete Vierheit (Form) des Schmetterlings ist mit der inneren roten Blüte zu einer Einheit verschmolzen. Ich erkenne den Schmetterling als eine symbolische Entsprechung der Seele und die entfaltete rote Blüte als höchste Vollendungsstufe der Seele.

Der Tod ist Tür und Geburt in eine andere Wirklichkeit oder Dimension, die durch das Bild Herbstblatt I  hindurch strahlt, das goldene Licht der Vollendung, ein leuchtendes Bewusstsein und Erwachen (bodhi), erhaben oder besser erhoben eingebettet in ein großes Quadrat und ein darin liegendes Achteck.  

Im Bild Herbstblatt II lachen uns in im Zentrum der goldenen Blattstruktur vier Gesichter an, eingebettet in zwei Kreuze, das gerade griechische Kreuz (+) und das schräg gestelltes Andreaskreuz (X = Zeichen für die Zahl Zehn).  Die Vier und das gerade Kreuz stehen für die raum-zeitliche Welt, die vier Himmelsrichtungen, für Manifestation und Schöpfung. Das Bild übermittelt uns verschlüsselte Informationen  zur Weltharmonie. In der Struktur verborgenen liegt der Hinweis auf die Tetraktys der Pythagoreer: die Formel 1 + 2 + 3 + 4 = 10.  Die vollends entfaltete Vier erzeugt die Zehn, die Zahl der Vollendung. Aus dieser Formel wurde von Leonardo da Vinci das Vorbild der göttlichen Proportionen abgeleitet, der Goldene Schnitt. Und Kepler verdankte der Tetraktys die Entdeckung der astronomischen Gesetze, die ihn berühmt machte. Kopernikus leitete den heliozentrischen Charakter unseres Universums von dieser Formel ab, erkannte die Sonne als Zentrum unseres Systems. An diesem gespiegelten Herbstblatt-Bild können wir erkennen, dass die Sonnenlicht-Informationen  harmonisch geordnete Strukturen aufbauen.

Zur Tetraktys, dem Goldenen Schnitt und der daraus abgeleiteten Weltharmonie verweise ich auf die Interntseite Tetraktys.

Die Vier Gesichter oder Naturwesen in der Mitte des goldenen Blattes lachen sich natürlich kreuz-quer und achteckig über meine nachträgliche Gehirnakrobatik, und ich lache mit ihnen. Vielleicht kann ich Sie, die Leser, mit meinem Artikel über die Spiegelbilder zu eigenen Erfahrungen mit der Spiegelung anregen. Dann wissen Sie, wovon ich  seitenlang erzähle, um welchen Lichtkern ich herum rede. Und wenn Sie mit der Spiegeltechnik vertraut sind, geben Sie sie weiter an Ihre Freunde, Nachbarn und Kinder.

 


Der Lichtschatz


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