Rheingold

Der Rheingoldtraum

19.5.2011 / 23.5.2011

Erste Gedanken zur Komplementärwährung

Erst vor ein paar Tagen habe ich von RHEINGOLD erfahren.

Inspiriert hat mich Maya S Welten, eine Künstlerkollegin aus Münster, die schon seit 2009 zu den Rheingoldern gehört und auf einem ihrer Blogs - MSW Geld  -  eine informative Sammlung über Geld zur Verfügung stellt. Es folgten ein paar schlaflose Nächte, Visionen, intensive Gefühle und Gedanken zum Thema Geld, Geltung, Wert, Selbstwert und Selbstermächtigung, denen ich mich nicht entziehen konnte. Das Sammeln und Formulieren der Gedanken hilft mir, die Bedeutung von RHEINGOLD für mich und sicher auch für viele meiner Mitmenschen zu verstehen und auf den Punkt zu bringen.

Menschen mit gesundem Selbstwert erschaffen eine gesunde Gesellschaft mit einem gesunden Wertesystem.

Das bestehende alte Geldsystem, das auf dem Prinzip von Schuld und Verschuldung basiert, hat viele Menschen (künstlich) arm gemacht und einige wenige reich gemacht. Die Betonung liegt auf „gemacht“, denn arm und reich liegen als Bewertungssystem in unseren Köpfen – in Relation zu Macht und zum Stellenwert in der Gesellschaft.

Bei unserer Geburt verfügen wir alle über das gleiche unbegrenzte kreative Potenzial. Viele haben allerdings aufgrund ihrer Lebensbedingungen nicht die Möglichkeit, es zu entfalten und einen gesunden Selbstwert auszubilden. Mit den entsprechenden Mitteln und veränderten Lebensbedingungen, zu denen wir einander verhelfen können, haben auch diese Menschen wieder die Gelegenheit, ihrem Wert Geltung zu (v)erschaffen.

Es geht nicht ums reich werden - obwohl es jeder gerne möchte, dessen Denken vom alten System imprägniert worden ist. Es geht um die Erschaffung einer Wirklichkeit, in der jeder Mensch von sich denken und sagen kann:

Ich bin reich. Ich habe Zugang zur Quelle des kreativen Potenzials.
Ich bin im Besitz von wertvollem Gut.
Ich bin im Besitz von Schönheit, Kraft, Erkenntnis, Wissen.
Ich ermächtige mich selbst zur Herausgabe von Wert-Gutscheinen, denn
ich bin im Besitz von Talenten, wertvollen Eigenschaften und Fähigkeiten.

Der Gedanke, man könne reich werden, setzt einen Mangel an Geld, Geltung oder Selbstwert voraus. Der Gedanke, man könne / müsse / dürfe sich Geld, Geltung, ein Gehalt oder einen Wert „verdienen“, basiert meist auf einem Gefühl von Schuld oder Scham.

Zeiten der Mehrung und Minderung des Wohlstands sind so natürlich wie Ebbe und Flut, sind Teil unserer Lebenserfahrung. Ein Mensch mit gesundem Selbstwert braucht sich der Einfachheit nicht zu schämen und sie mit leerem oder flüchtigem Schein zuzudecken. Er setzt der äußeren Dürftigkeit / Einfachheit einen inneren Gehalt entgegen, eine innere Gesinnung, die seinen Wert steigert / anhebt und ihm die Kraft gibt, wieder etwas zu unternehmen. Was von außen her dürftig, vielleicht auch bedürftig, erscheinen mag, erhält seinen Ausgleich durch den inneren Gehalt, durch innere Festigkeit, Stärke, Substanz. Ich brauche nicht im Außen und nicht bei anderen um ein Gehalt zu betteln, das zu meinem Lebensunterhalt beiträgt, wenn der innere Gehalt (der innere Halt) stark und fest ist.Jeder Mensch ist berechtigt und ermächtigt, seine eigenen Wert-Gutscheine heraus zu geben, für deren Einlösung er mit seinen Dienstleistungen und Angeboten verantwortlich zeichnet.

Scham und Schuld – diese beiden Leben vernichtenden Begriffe, die eng mit dem alten Wertsystem verknüpft sind – haben den Selbstwert einzelner wie den Selbstwert eines ganzen Volkes in den Keller gejagt und den aufrechten Menschen mit aufrichtiger Gesinnung in die Knie oder zum Buckeln gezwungen, zum „Verdienen“ von Geld, Geltung und Wertschätzung.  

Vermindert man das Fundament eines Bauwerks und verstärkt die oberen Mauern, verliert das Gebäude an Festigkeit, der Zusammenbruch ist nur eine Frage der Zeit. Vermindert man den Wohlstand des Volkes zugunsten der Oberen (der Regierung), so ist auch hier die Festigkeit des ganzen Gesellschaftsgebäudes oder Wirtschaftssystems nur von kurzer Dauer. Jeder Volkswirtschaftler und jede verantwortungsbewusste Regierung sollte wissen, dass die Quellen des Wohlstands in den unteren Ständen des Volkes liegen. Wenn diese blockiert werden oder gar versiegen, bricht irgendwann der ganze Staatsapparat zusammen. Warten wir nicht darauf.

Erschaffen wir uns einen neuen eigenen Wert! Unseren Selbstwert.
Was sind wir uns wert? Worauf gründet sich unser Wert?
Auf leeren Schein oder auf gehaltvolles kreatives Sein?


Emittieren wir unsere eigenen Wert-Papiere und Wert-Gutscheine -
z. B. Rheingold!
Oder wollen wir auf Lohn, Belohnung, Entgelt oder ein vergelt’s Gott warten?

Verhelfen wir uns selbst wieder zur Geltung, zu einem gesunden Wert unserer selbst, unseres Seins, unserer Gaben, Talente und Fähigkeiten. Was hier und jetzt für uns gilt und gültig ist, gilt auch für die Gesellschaft als Ganzes. Es geht um das Wohl des Ganzen, die Einheit eines Volkes, einer Nation, der Menschheit dieses Planeten.

Was kann einer aufstrebenden und sich wieder aufrichtenden Gesellschaft den Rücken stärken? Die bewusste Fantasie kann es… das bewusste Träumen… die bewusste Seele der Gemeinschaft, in der sich die einzelnen Beiträge der Kreativ-Kulturellen zu einer beflügelnden Potenz vereinen – zu ihrem „Traum“, z.B. dem Rheingoldtraum. 

Träumen wir unseren Traum vom „Rheingold“, dem Schatz der Nibelungen. Schöpfen wir auch das goldene Potenzial aus dem reinen Wasser des Bewusstseins. Sind wir uns des Goldes in uns nicht bewusst, warten vielleicht auf eine Gelegenheit der Traumerfüllung durch andere statt selbst die Gelegenheit zu  s e i n  (sie zu kreieren) und das eigene Gold heraus zu geben, erfahren wir niemals die gemeinsame Freude des kreativ Schenkenden und kreativ Nehmenden.

Unser Rheingoldtraum ist „goldrichtig“ in dieser Zeit und vergoldet allen die nächsten Jahre, erhebt die Menschheit über das Joch physischer Knechtschaft und Abhängigkeit.

Es existieren verschiedene gute Bücher, Filme und Videos zum Thema Geld, Geltung und Währung.


Brilon, 23.5.2011

Sundra Kanigowski


Balance of Independence (Öl auf Bütten)


 

Mein Rheingold-Traum vom 25.5.2011

Ich springe mit neuen roten Schuhen die Rocky Mountains herunter über terrassenförmig angelegte Felsplateaus aus leicht rötlichem Stein. Mit großen Sprüngen und voller Lebensfreude hüpfe ich gleich einer Gämse oder einem lustig springenden Quellwasser vom Gipfel bis ins Tal hinunter. Dieses den Berg hinunter springen hängt mit dem Rheingold zusammen und ist eine 'frohe Botschaft' oder Verheißung, die ich in mir trage. Am Fuße des Gebirges am Ende des Weges stehen zwei Häuser, die zusammen gehören - eines auf der rechten und eines auf der linken Seite. Ich betrete zuerst das links liegende Haus und trage die Botschaft des Rheingolds hierhin. Beim Erwachen spüre ich noch den sicheren festen Tritt  und meine Freude an der Bewegung.